Edradour Ballechin 10 Jahre

Destillerie: Edradour
Land: Schottland 
Region: Highlands
Abfüller: Edradour
Whiskytyp: Single Malt 
Alter: 10 Jahre
Alkoholgehalt: 46 % Vol. 
Torfgehalt: deutlich
Inhalt: 0,700 Liter

49,00 €
70,00 € / L
In den Warenkorb
  • verfügbar
  • 1 - 3 Tage Lieferzeit1

Sie nennt sich immer noch die kleinste Destillerie Schottlands obwohl das spätestens seit Kilchoman 2005 nicht mehr stimmen dürfte. Und trotz der vergrößerten Warehouses und der leicht gesteigerten Produktion heißt es immer noch, dass nur drei Mann in der Produkton arbeiten... (aber im Besucherzentrum können es auch mal 10 oder mehr sein).

Ballechin ist der Name einer alten Farm Destillerie die von 1810 bis 1927 produziert hat, nun ist es der Markenname der heavily peated Malts von Edradour. Das Malz für den Ballechin ist mit 50ppm getorft, das liegt im Bereich von Caol Ila oder Ardbeg. Der Ausbau erfolgte in guten Bourbon-Fässern. Der Ballechin ist weder kühlgefiltert noch ist er gefärbt!

 

eine Meinung:

Nase:eher weiche Rauchnote, die in eine schöne Süße eingebettet ist. Sehr angenehm. Dann kommt eine schöne, süßliche Fruchtnote, geht in Richtung reife Cantaloupe-Melone, dazu leichte Honignote und Rotwein-Aromen.

 

Geschmack: Überraschend süßer Antritt, beinahe likörartig. Auch die Konsistenz weist eine leichte Öligkeit auf, die diesen Likörcharakter unterstreicht. Der Rauch kommt, wie schon in der Nase nicht wuchtig sondern schön in die Süße eingebunden. 
Dann kommt etwas Eiche durch, eine ganz leichte Bitterkeit... dezente Gewürze.. (Pfeffer?)

 

Finish: Mittellang und erstaunlich weich, zum Schluss bleibt eine leichte Trockenheit zurück, die Rauchigkeit klingt leicht nach.

 

und eine zweite Meinung:

Nase: Wärme, rauchige Noten stehen im Vordergrund. Dahinter verbergen sich süßlich-malzige Aromen, sowie fruchtige Eindrücke von reifen Lageräpfeln und Birnenschale. Auf den zweiten Sniff zeigen sich dann auch frische Würznoten wie kangpfeffer, Kardamom, Lorbeerblätter, Koriander und karamelisierter Ingwer, die eine angenehme Komplexität in der Nase schaffen.

Geschmack: Der Rauch meldet sich wieder zuerst zu Wort. Es handelt sich dabei um eine warme Note, wie man sie von einem glimmenden Lagerfeuer kennt oder von manchen geräucherten Wurst- und Fleischwaren. Den aromatischen Unterbau bilden Heu- und Fruchtnoten un dnur Sekunden später zeigen sich auch die Würznoten wieder. Der Ablauf der Aromenerkennung ist am Gaumen also fast gleich wie inder Nase.

Finish: Der warme Rauch ist mundfüllend und klingt langsam mit Röstnoten aus, dabei bildet sich ein wärmender Punkt in der Mitte der Zunge.

Kommentar: Während der Verkostung habe ich den Whisky mit einem Stückchen nougatgefüllter Schokolade probiert. Das Ergenis lässt sich auf ein einziges Wort reduzieren: Granate! Für mich ist das ein toller Whisky. Insbesondere, wenn das Wetter unangenehm, windig, kühl, feucht und vor allem draußen ist. Es mag bestimmt Whiskyliebhaber geben, die ihm nichts abgewinnen können, aber so ist das eben, wenn torfige und rauchige Aromen die erste Geige spielen.

(Julia Nourney)