Glenallachie 8Jahre 2011 The Octave Cask by Duncan Taylor

Hersteller: Glenallachie Distillery
Land: Schottland 
Region: Speyside
Abfüller: Duncan Taylor
Whiskytyp: Single Malt 
Alter: 8 Jahre 
Alkoholgehalt: 54,6% Vol. 
Torfgehalt: nein
Inhalt: 0,700 Liter

Duncan Taylor 8 Jahre Octave Cask
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Glenallachie, oder GlenAllachie wie sie sich selbst schreibt; ist eine sehr junge Destillerie - ging erst 1967 in Betrieb. Sie hat  4 stills. Das klingt nach wenig, bedeutet aber eine Jahresproduktion von fast 3 Millionen Litern Alhohol pro Jahr! Nachdem sie für einige Zeit im Besitz von PernodRicard war kaufte 2017 Billy Walker zusammen mit zwei langjährigen Partnern die Destillerie und stellte alles auf den Kopf. Zunächst wurde die Produktion gedrosselt (im Augenblick laufen rund 850.000 Liter aus den Brennblasen) und auch sonst alle Produktionsprozesse analysiert und z.T. umgestellt. Ziel ist es nunmehr sowohl getorften als auch ungetorften Whisky zu produzieren als auch sich auf den Single Malt Markt zu konzentrieren und nicht mehr für Blends zu produzieren. Ein mutiges Unterfangen, aber Billy Walker hat sein großes Können schon bei BenRiach und Glendronach bewiesen. Es gibt von Glenallachie aktuell drei Standard-Abfüllungen und ein bisschen was von den unabhängigen Abfüllern.

 

Duncan Taylor hat nun den Mut besessen einen sehr jungen Glenallachie abzufüllen. 2011 destilliert reifte dieser Whisky aus dem Fass 3024583 acht Jahre im Bourbon-Fass und durfte dann nochmals für 3 Monate in ein Sherry Octave Cask zur Nachreifung. Heraus kam dabei nur noch eine Ausbeute von 91 Flaschen die in Fassstärke, ungefärbt und nicht kühlgefiltert abgefüllt wurden.

 

Bottlers notes:

Nase: Weihnachtskuchen, Espresso

Geschmack: goldener Sirup, deutlich Sherry, Feigen und Espresso

Finish: überaschend lang, Sherry-Süße, trocken

 

eigene Notizen:

Nase: schöne Würze; hat viel von einem saftigen Dundee-Cake.

Geschmack: gaaanz anders als die Nase vermuten lässt. Zuerst wirklich eine trockene Eiche die aber schnell von einer überraschenden Süße in der Richtung von Sirup bzw. überreifen Früchten überlagert wird; später die leichte Sherry-Süße die dann vom Espressogeschmack abgelöst wird.

Finish: recht lang und interessant; trockene Eiche wechselt sich ab mit Espresso.

 

Es ist erstaunlich, wie wandlungsfähig diese Abfüllung ist. Es sind zwar oft nur Nuancen, aber auch die passen wirklich harmonisch in Gesamtbild. Was so eine kurze Octave-Lagerung doch ausrichten kann. Wusste ja schon, dass Glenallachie Potential hat, aber so deutlich? Mich würde nur mal interessieren, wie der Malt vor der Nachlagerung geschmeckt hat…